Magdeburg erleben

Magdeburg Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Highlights der Elbestadt – von Dom und Grüner Zitadelle bis Elbauenpark und Wasserstraßenkreuz – alle Top-Sehenswürdigkeiten im Überblick.

Die Top 5: Must-See Magdeburg

Wer zum ersten Mal nach Magdeburg kommt, sollte diese fünf Sehenswürdigkeiten nicht verpassen:

1. Magdeburger Dom

Deutschlands ältester gotischer Dom – Grabstätte Kaiser Ottos I., Wahrzeichen der Stadt, mit 101 Meter hohen Türmen. Der Eintritt ist kostenlos, regelmäßige Führungen bieten Tiefgang. → Ausführlicher Artikel: Magdeburger Dom

2. Grüne Zitadelle

Hundertwassers letztes Werk – das pinke Gebäude am Breiten Weg mit goldenen Kuppeln, begrüntem Dach und einem belebten Innenhof. Kostenlos zugänglich, Führungen buchbar. → Ausführlicher Artikel: Grüne Zitadelle

3. Alter Markt & Magdeburger Reiter

Das historische Herz der Stadt: Der Alte Markt mit dem Alten Rathaus und dem berühmten Magdeburger Reiter – der ältesten freistehenden Reiterstatue nördlich der Alpen (um 1240). → Ausführlicher Artikel: Historische Altstadt

4. Elbuferpromenade & Rotehornpark

Die Elbe ist die grüne Seele Magdeburgs. Die Promenade vom Domhügel hinab zur Stromelbe, der weite Rotehornpark mit dem Elbauenpark – ideal für Spaziergänge, Radtouren und Sommerabende.

5. Kloster Unser Lieben Frauen

Das älteste erhaltene Gebäude Magdeburgs: ein romanisches Kloster aus dem 12. Jahrhundert, heute als Kunstmuseum Magdeburg genutzt. Die Stille des Kreuzgangs inmitten der lebhaften Stadt ist einzigartig.

Natur & Elbe

Elbauenpark & Rotehornpark

Das Naherholungsgebiet schlechthin: Der weitläufige Rotehornpark verbindet sich nahtlos mit dem Elbauenpark – zusammen bilden sie eine der größten innerstädtischen Grünanlagen Deutschlands. Highlight: der Jahrtausendturm, ein 60 Meter hoher Holzturm mit Panoramablick, der zur Bundesgartenschau 1999 entstand.

Elbuferpromenade

Vom Domhügel führt ein Weg entlang der Elbe, der bei Sonnenuntergang zu einer der schönsten Promenaden der Stadt wird. Im Sommer legen Ausflugsschiffe ab, Eis-Cafés und Strandbar-Feeling am Elbufer lassen eine sommerliche Urlaubsstimmung entstehen.

Herrenkrugpark & Elberadweg

Nördlich der Stadt liegt der Herrenkrugpark – ein von Peter Joseph Lenné angelegter Landschaftspark im englischen Stil. Der Elberadweg führt direkt durch dieses Gebiet und verbindet Herrenkrug mit dem Rotehornpark. Ideal für Radausflüge.

Wasserstraßenkreuz Magdeburg

Ein Ingenieurbauwerk der Superlative: Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg ist die längste Kanalbrücke Europas – ein Schifffahrtskanal überquert die Elbe auf 918 Metern Länge auf einer Brücke, sodass Schiffe buchstäblich über die Elbe fahren. Wahrzeichen der modernen Ingenieurskunst, 2003 eröffnet. Zu besichtigen von einem Aussichtspunkt westlich der Stadt.

Kultur & Museen

Kulturhistorisches Museum

Das bedeutendste Stadtmuseum Sachsen-Anhalts zeigt die Geschichte Magdeburgs von der Ottonen-Zeit bis zur Gegenwart – und beherbergt das Original des Magdeburger Reiters. Untergebracht im ehemaligen Kurfürstlichen Palais in der Altstadt.

Kunstmuseum im Kloster Unser Lieben Frauen

Das romanische Kloster aus dem 12. Jahrhundert ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude Norddeutschlands und beherbergt das Kunstmuseum Magdeburg mit Skulpturen, Malerei und zeitgenössischer Kunst. Der mittelalterliche Kreuzgang ist ein stiller Höhepunkt.

Theater Magdeburg

Oper, Ballet und Schauspiel im Stadttheater – eine der bedeutendsten Bühnen Sachsen-Anhalts. Im Sommer Domfestspiele als Open-Air-Aufführungen auf dem Domplatz.

Gruson-Gewächshäuser

In Buckau befinden sich die Gruson-Gewächshäuser – eine historische Glashaus-Anlage aus dem 19. Jahrhundert mit tropischen und subtropischen Pflanzensammlungen; eine der ältesten erhaltenen Gewächshausanlagen Deutschlands.

Außergewöhnliche Highlights

Hubbrücke Buckau

In Buckau, dem Industrie- und Kreativviertel südlich der Altstadt, liegt die historische Hubbrücke – eine der wenigen erhaltenen beweglichen Brücken dieses Typs in Deutschland. Sie ist ein Relikt der Industriegeschichte der Stadt und ein beliebtes Fotomotiv.

Otto-von-Guericke-Straße & Historisches Museum

Magdeburg ist die Geburtsstadt von Otto von Guericke (1602–1686), Physiker und Erfinder der Vakuumpumpe, bekannt durch das berühmte Experiment der Magdeburger Halbkugeln (1654). Sein Denkmal steht am Alten Markt, sein Erbe ist Teil des Stadtmuseums.

Mückenwirt – Ausflugslokal an der Elbe

Der traditionsreiche Gasthof Mückenwirt liegt am Elbufer in Buckau, am Klosterbergegarten, und ist seit Generationen ein Ausflugsziel für Magdeburger und Besucher. Bier in der Sommergarten-Atmosphäre direkt an der Elbe – ein typisch magdeburgisches Erlebnis.

Geschichte & Bedeutung der Stadt

Viele Sehenswürdigkeiten Magdeburgs lassen sich erst dann richtig einordnen, wenn man die lange Geschichte der Stadt kennt. Magdeburg wird im Jahr 805 erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich unter Kaiser Otto I. im 10. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches. Otto machte den Ort zu einem geistlichen Zentrum, gründete das Erzbistum Magdeburg und wählte den Dom als seine letzte Ruhestätte. Bis heute prägt dieses ottonische Erbe das Stadtbild und macht den Domhügel zum historischen Kern der Altstadt.

Im Mittelalter war Magdeburg eine wohlhabende Handelsstadt und Mitglied der Hanse. Vor allem das hier kodifizierte Magdeburger Recht wirkte weit über die Stadtgrenzen hinaus: Es wurde zum Vorbild für die Stadtverfassungen zahlreicher Orte in Mittel- und Osteuropa. An diese Blütezeit erinnern noch heute der Alte Markt mit dem Magdeburger Reiter sowie die romanischen und gotischen Bauten der Altstadt.

Eine tiefe Zäsur bildete der Dreißigjährige Krieg: Bei der Zerstörung Magdeburgs im Jahr 1631 wurde nahezu die gesamte Stadt vernichtet. Auch im 20. Jahrhundert litt Magdeburg schwer unter den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Der spätere Wiederaufbau und die städtebaulichen Veränderungen erklären, warum sich historische Bauten und moderne Architektur in der Innenstadt heute so unmittelbar abwechseln – ein Kontrast, der einen Rundgang durch Magdeburg besonders abwechslungsreich macht.

Sehenswertes in den Stadtteilen

Nicht alle Highlights liegen in der Altstadt. Wer mehr Zeit mitbringt, entdeckt auch in den umliegenden Stadtteilen lohnende Ziele – oft abseits der bekannten Touristenpfade.

Buckau

Das ehemalige Industrieviertel südlich der Altstadt hat sich zu einem lebendigen Kreativquartier entwickelt. Hier finden sich die Gruson-Gewächshäuser, die historische Hubbrücke und kleine Cafés und Ateliers in restaurierten Fabrikgebäuden. Buckau lässt sich gut zu Fuß oder mit der Straßenbahn von der Innenstadt aus erreichen.

Stadtfeld

Westlich des Zentrums liegt das gründerzeitlich geprägte Wohnviertel Stadtfeld mit seinen charakteristischen Altbaufassaden. Die breiten Alleen und der nahe gelegene Westfriedhof als parkartige Anlage laden zu ruhigen Spaziergängen ein – ein guter Kontrast zum Trubel der Altstadt.

Rotehorn & Werder

Die Elbinsel zwischen Stromelbe und Alter Elbe ist das grüne Naherholungsgebiet der Stadt. Neben dem weitläufigen Rotehornpark und dem angrenzenden Elbauenpark stehen hier markante Bauten wie die Stadthalle und der Aussichtsturm aus den 1920er-Jahren, die als Zeugnisse der Architektur der Moderne gelten.

Herrenkrug

Nordöstlich der Innenstadt liegt der Herrenkrug mit seinem englischen Landschaftspark direkt an der Elbe. Das Gebiet ist über den Elberadweg gut mit dem Fahrrad erreichbar und ein beliebtes Ziel für Ausflüge ins Grüne.

Reiseplanung & Tipps

Empfehlung: Wie viele Tage für Magdeburg?

  • 1 Tag: Altstadt-Rundgang (Dom, Alter Markt, Grüne Zitadelle, Kloster) – alle fußläufig verbunden
  • 2 Tage: + Rotehornpark/Elbe, Museen (Kulturhistorisches Museum + Kunstmuseum), Herrenkrug
  • 3 Tage: + Buckau (Gruson-Gewächshäuser, Hubbrücke), Wasserstraßenkreuz, Tagesausflug Elbe-Radweg

Anreise

  • Bahn: ICE Berlin–Hannover hält in Magdeburg; ca. 1 Stunde von Berlin, ca. 2 Stunden von Hannover
  • Auto: A2 (Ost-West-Achse) oder A14 von Süden; Parkplätze in der Innenstadt kostenpflichtig
  • Fahrrad: Der Elberadweg verbindet Magdeburg mit Dresden (ca. 200 km) und Hamburg (ca. 400 km)

ÖPNV in der Stadt

Das MVB-Straßenbahnnetz (Magdeburger Verkehrsbetriebe) verbindet alle Stadtteile zuverlässig. Tageskarten lohnen sich bei ausgedehnten Besichtigungstouren. Aktuelle Linien und Tickets unter mvbnet.de.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Magdeburgs Sehenswürdigkeiten

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen der Magdeburger Dom als erster gotisch konzipierter Kathedralbau auf deutschem Boden, die Grüne Zitadelle von Friedensreich Hundertwasser und das tausendjährige Kloster Unser Lieben Frauen mit dem Kunstmuseum. Sehenswert sind außerdem der Alte Markt mit dem Magdeburger Reiter, der Elbauenpark mit dem Jahrtausendturm sowie das Wasserstraßenkreuz mit der Trogbrücke. Die meisten Highlights der Altstadt liegen nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß erkunden.

Magdeburg ist als Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt vor allem für seinen Dom bekannt, der als erster gotisch konzipierter Kathedralbau auf deutschem Boden gilt. Überregional bekannt ist die Stadt zudem für die Grüne Zitadelle, das letzte vollendete Architekturprojekt des Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Ein weiteres Wahrzeichen ist das Wasserstraßenkreuz mit der Trogbrücke, der längsten Kanalbrücke der Welt.

Die Grüne Zitadelle ist ein farbenfrohes Wohn- und Geschäftsgebäude in der Magdeburger Altstadt, das nach den Entwürfen von Friedensreich Hundertwasser gestaltet und im Jahr 2005 fertiggestellt wurde. Charakteristisch sind die geschwungenen Formen, die unregelmäßigen Fenster und die begrünten Dächer und Fassaden mit Bäumen, denen das Haus seinen Namen verdankt. Im Gebäude befinden sich unter anderem Wohnungen, ein Hotel, ein Theater, Geschäfte und Gastronomie; es liegt nur wenige Schritte vom Domplatz entfernt.

Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg ist ein Knotenpunkt der Binnenschifffahrt, an dem der Mittellandkanal über die Trogbrücke die Elbe quert und mit dem Elbe-Havel-Kanal verbunden wird. Die Trogbrücke ist mit rund 918 Metern Länge die längste Kanalbrücke der Welt und wurde 2003 für den Schiffsverkehr freigegeben. Erreichbar ist das Bauwerk gut mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit Ausflugsschiffen der Weißen Flotte.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Magdeburger Altstadt lassen sich gut an einem Tag zu Fuß erkunden, da Dom, Grüne Zitadelle, Alter Markt und Kloster Unser Lieben Frauen nah beieinander liegen. Ein Spaziergang am Elbufer mit Elbbalkon und Elbtreppen lässt sich problemlos in den Rundgang einbeziehen. Wer zusätzlich den etwas außerhalb gelegenen Elbauenpark oder das Wasserstraßenkreuz besuchen möchte, plant dafür besser mehr Zeit ein.

Tiefer eintauchen: Magdeburg erleben